K V E D , r e b a N n e g r ü J : o t o F UNTER UNS 5 Fragen an Nsimba Ngingi Wie bist Du zur Deutschen Bahn gekommen? Nsimba: „Ich komme ursprüng- lich aus der kleinen Stadt Bad Kreuznach, wo nur Dieselzüge gefahren sind. Schon als Kind hat es mich fasziniert, dass da ein großes rotes Ding kommt, viel Lärm macht und so viele Men- schen bewegt. Mein Ziel war immer, irgendwann eine dieser großen Maschinen bewegen zu können. Vom gelernten Sozial- arbeiter bin ich im Quereinstieg Berufskraftfahrer geworden und über eine Umschulung letztlich Triebfahrzeugführer bei der DB.“ Welche Herausforderungen begegnen Dir in Deinem Arbeitsalltag? Nsimba: „Bei meinem Beruf den- ken viele Menschen, dass ich nur ein paar Knöpfe drücke. Hinter den Kulissen sieht es aber ganz anders aus. Die ganze Technik, die dahintersteckt, und wie viel Arbeit es ist, einen Zug überhaupt abfahrbereit zu machen. Auch zu verstehen, wie das funktioniert, dass ein Zug bis zu 300 km/h fahren kann. Das ist das Komplexe dahinter, was für mich Herausfor- derung und Reiz zugleich ist.“ Was schätzt Du an Deinem Beruf besonders? Nsimba: „Ich schätze vor allem die Freiheit, die ich in meinem Job genießen darf. Im Führer- raum bin ich der Kopf des Zuges. Man fühlt dann auch eine große Verantwortung – für das Fahr- zeug, aber auch die vielen Men- schen, die man bewegt. Beson- ders bewusst wird mir der Wert meines Berufs, wenn ich einen schönen Sonnenuntergang sehe oder durch die Natur fahre.“ Was ist Dir in der Zusammen- arbeit mit Deinen Kolleg:innen wichtig? Nsimba: „Mir ist wichtig, dass wir uns alle unserer Arbeit und dem, was wir da tun, bewusst sind. Die Fahrgäste erkennen oft nicht, welche Rolle wir haben, wenn sie uns in unserer Unter- nehmensbekleidung sehen. Wir sind für Vieles verantwortlich, auch untereinander. Da muss die Kommunikation einfach stimmen, sonst wird aus einem kleinen Pro- blem schnell eine große Sache.“ Ob im Job oder privat: Wofür machst Du Dich stark? Nsimba: „Wir sollten uns be- Nsimba Ngingi Alter: 35 Jahre Wohnort: Duisburg Einsatzort: deutschlandweit Beruf: Triebfahrzeugführer Ausbildung: gelernter Sozi- alarbeiter, Berufskraftfahrer, Triebfahrzeugführer wusst machen, wie gut es uns eigentlich geht. Es ist nicht alles schlecht bei der Bahn. Wer das sagt, macht die Augen nicht richtig auf. Privat engagiere ich mich für alle Menschen, die in der Gesellschaft oft vernachläs- sigt werden: Blinde, Personen mit Migrationshintergrund oder kör- perlicher Beeinträchtigung. Wir sollten sie nicht vergessen. Ich setze mich dafür ein, dass kein Ungleichgewicht herrscht. Oft ist schon viel damit getan, einfach seine Hilfe anzubieten.“ (hel) IMPRESSUM: extraTakt Magazin der DEVK-Vereine, Betriebliche Sozialeinrichtungen der Deutschen Bahn, vormals Sozialblatt, 48. Jahrg., Ausgabe 5, erscheint 6 x im Jahr, gedruckte Auflage: 19.500 Herausgeber: DEVK Versicherungen Verantwortlich: Maschamay Poßekel Redaktion (red): Michael Fraunhofer (fra), Leonie Hellgardt (hel), Miriam Petersen (pet), Maschamay Poßekel (poß), Yannick Schwiperich (sch) Adresse: DEVK Versicherungen, Riehler Straße 190, 50735 Köln, Tel. 0221 757-2142, E-Mail: extratakt@devk.de Verlag und Verlagsleitung: Sozialblatt-Verlag, DEVK Versicherungen Gestaltung und Produktion: STARTdialog Marketing & Communications, 61440 Ober- ursel, www.startdialog.de Nachhaltiger Druck: DB Kommunikationstechnik GmbH, 76133 Karlsruhe. Das verwendete Papier wurde aus Altpapier hergestellt. Das schont die Umwelt und das Klima. extraTakt 5/24 » 3